Ein Blick hinter die Kulissen der Napster-Technik
Die Server, die der Industrie das Fürchten lehrten: Napsters Hardware - bestehend aus 960 Einzelteilen - wird versteigert.
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Im amerikanischen Internet-Aktionshaus DoveBid kommt am 11. Dezember die Technik und Büro-Ausstattung des Tauschbörsen-Pioniers Napster unter den Hammer. In einer achtstündigen Versteigerung will der auf Geschäfts-Auflösungen spezialisierte Dienstleister 101 verschiedene Artikel in unterschiedlicher Menge unter die Auktions-Teilnehmer bringen.
Nach einer Registrierung kann jeder Internet-Nutzer an den Versteigerungen teilnehmen, DoveBid ist offensichtlich ein weltweites Interesse an der Auktion vorbereitet. So gibt es Voreinstellungen für die Zeitzone und die Währung des Bieters.
Online-Shop erinnert an bessere Zeiten
Während ein Insolvenz-Gericht zurzeit zu entscheiden hat, was mit der Marke Napster und seinen Patenten geschieht, erinnert auf der Website der Tauschbörse nur noch ein Internet-Shop an vergangene Erfolge. Hier werden weiße, graue und schwarze T-Shirts mit dem Napster-Logo für 15 und 16 Dollar verkauft.
Wer mehr über Napster erfahren möchte oder wie in den Jahren 2000 und 2001 die neuste Beta des Filesharing-Clients laden will, wird enttäuscht. Alle Links auf der Seite führen auf die Homepage, auf der man wie seit Wochen eben nicht mehr von "Work in Progress" liest.
Die Technik hinter dem Dateitausch
Die in der Auktion angebotenen Gerätschaften bieten einen Einblick in die Technik, auf der die einst weltgrößte Datei-Tauchbörse basierte. Bei Napsters Filesharing-Ansatz loggten sich die einzelnen Nutzer auf zentrale Server ein und tauschen über diese Maschinen zunächst MP3s, später aber auch Videos und Software.