Nach einem Milliardenverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr rechnet der Halbleiterhersteller Infineon einem Zeitungsbericht zufolge erneut mit roten Zahlen. Für das laufende Geschäftsjahr 2002/03 (30. September) gehe das Unternehmen von einem Verlust vor Zinsen und Steuern von mehr als 200 Millionen Euro aus, berichtet die "Financial Times Deutschland" in ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf ein internes Vorstandspapier.

Infineon-Chef Ulrich Schumacher erwarte danach eine Umsatzsteigerung von rund 35 Prozent auf rund sieben Milliarden Euro. Eine Infineon-Sprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren.

Wegen der starken Schwankungen im Chip-Geschäft gibt Infineon in der Öffentlichkeit keine konkreten Umsatz- oder Gewinnprognosen ab. Intern arbeitet Infineon aber wie die meisten anderen Unternehmen auch mit Planzahlen. Dabei werden in der Regel verschiedene Szenarien zu Grunde gelegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/02 hatte die Branchenkrise Infineon einen Nettoverlust von 1,02 Milliarden Euro beschert.


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